Alles rund ums Dschungelcamp- das wussten sie bestimmt nicht!

Seit 2004 existiert die RTL-Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im deutschen Fernsehen. Der Zuschauerhit sorgt für abwechslungsreiche und doch immer gleiche Unterhaltung. Wer steckt hinter dem großen Erfolg vom Dschungelcamp, was verdienen unsere „Promis“ im australischen Dschungel und das Kostet das Dschungelcamp.

Wer hat das Dschungelcamp erfunden?

Die Recherche führte uns zu Granada Productions in Manchester sowie in die Studios der Londoner Tochtergesellschaft ITV. Doch keine Spur von den einzelnen Köpfen hinter dem Format, dass auf der ganzen Welt produziert wird und jedes Jahr Abermillionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockt, um C-Promis während der vielleicht nervenaufreibendsten Erfahrung ihres Lebens zu beobachten. Bis jetzt!

Wir hakten nach und kam über den deutschen Standort von ITV in Köln auf die richtige Fährte. Laut der britischen Kollegen wurde die Idee zu „I’m a Celebrity – Get Me Out of Here!“ von Richard Cowles, Natalka Znack und Mark Cowley entwickelt. Neben dem Dschungelcamp entwickelte er „Ant & Dec’s Saturday Night Take Away“, eine Varieté-Show, die wie auch „I’m a Celebrity – Get Me Out of Here“ seit 2002 ausgestrahlt wird. Die auf der Insel sehr populären Moderatoren der Sendung, Ant & Dec, moderieren auch das Dschungelcamp. Auch an der Entwicklung von „Hell’s Kitchen“ war Richard Cowles beteiligt.

Natalka Znak machte sich neben ihrer Arbeit am Dschungelcamp unter anderem als Produzentin von „Hell’s Kitchen“ einen Namen. Znak hatte maßgeblichen Anteil daran, dass „I’m a Celebrity“ den Weg nach Übersee in die USA schaffte, deren Version des Dschungelcamps sie produzierte. Sie führt seit Jahren Produktionsbüros in New York und Los Angeles.

Mark Busk-Cowley zeichnete sich als Autor erster Stunde für die Show verantwortlich und ist seit jeher am Schreiben der Dialoge des Moderatoren-Duos beteiligt, so wie es für die deutsche Ausgabe „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Micky Beisenherz und Sonja Zietlows Ehemann Jens Oliver Haas tun. Auch Busk-Cowley arbeitete neben vielen weiteren Formaten an „Hell’s Kitchen“. Außerdem schrieb er ein Buch über den Quotenhit Dschungelcamp, mit dem Fans Einblicke hinter die Kulissen erhalten.

Was verdienen unsere Promis?

Eine fünfstellige Summe möchte man schon mit nach Hause nehmen, wenn man in die „Dschungelcamp“ genannte Reality-Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ geht. Schließlich klappt es nicht immer, dass mit diesem Auftritt unter Palmen, Maden und Spinnen ein Comeback als Schauspielerin, Sänger oder Sportler verbunden ist.

Gagen werden zum Teil gespendet:

Wie viel ein Star dann wirklich im Dschungelcamp 2016 verdient, ist ganz unterschiedlich. Costa Cordalis zum Beispiel ging in der ersten Staffel 2004 mit 28.000 Euro nach Hause und spendete das Geld der Kinderkrebshilfe. Ebenfalls gespendet hat der Alt-68er Rainer Langhans. Von ihm bekam die Piratenpartei 20.000 Euro. Kann sein, dass nur ein Teil davon seine Gage für den Aufenthalt im Dschungelcamp 2011 war. Aber nicht immer spenden die Kandidaten, denn manche von ihnen gehen ins Dschungelcamp, weil sie wirklich Geldsorgen haben und dringend Geld brauchen, um Schulden zu bezahlen.

Gagen sind unterschiedlich hoch:

Auch wenn die landläufige Meinung ist, dass die Stars einheitlich 50.000 Euro bekommen und die dann aufstocken, je nachdem wie lange sie bleiben, scheint das nicht ganz zu stimmen, so sickerte durch, dass die Hollywood-Darstellerin Brigitte Nielsen 150.000 Euro bekommen soll. Bei Desiree Nick und Dolly Buster sollen es 22.000 Euro gewesen sein. 36.000 Euro hat angeblich Carsten Spengemann bekommen und bei Naddel war es 30.000. Nur 18.000 waren es bei Harry Wijnvoord und 15.000 bei Willi Herren.Ansonsten schwanken die Gagen je nach Bekanntheitsgrad zwischen 30.000 und 60.000 Euro. Was die Stars dafür tun müssen, ist in einem umfangreichen Vertragswerk geregelt. Wer zu früh das Dschungelca verlässt, verzichtet unter Umständen auf die Hälfte seiner Gage, die in Raten gezahlt wird. Dafür kann aber hinzuverdienen, wer nach seinem Aufenthalt im Camp nur bei RTL darüber berichtet. Bis zu 10.000 Euro soll das laut Bild-Zeitung noch einmal bringen.

Was kostet das Dschungelcamp?

Wie hoch die Produktionskosten genau sind, wollen weder RTL noch die Dschungelcamp-Produktionsfirma ITV Studios Germany verraten. Medieninsider gehen allerdings von rund zwei Millionen Euro pro Folge aus. Eine Staffel kann demnach gut und gerne 30 Millionen Euro verschlingen. Das macht aus der Show eines der teuersten Formate im deutschen Fernsehen. Das Camp steht zwar jederzeit bereit, denn es ist dasselbe, welches unter anderem auch im britischen Originalformat verwendet wird. Doch um Mitarbeiter und Ausrüstung ans andere Ende der Welt zu schaffen oder die Teams, Kandidaten und deren Begleiter unterzubringen, müssen einiges an Mitteln locker gemacht werden. Hinzu kommen Gagen, Gehälter, teure Satellitenzeiten und vieles mehr.

 

 

 

 

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